Istanbul
Die Umgebung
Koç Universität
Untergebracht waren wir in einer Privatuniversität. Die Zimmer im Gästehaus hatten gehobene Hotelqualität, dass Essen war lecker und der Campus zum größtenteils leer, denn es waren gerade Ferien.
Ansonsten läßt es sich dort wirklich gut leben, auch wenn die Architektur mit ihren hohen Fenster und klobigen Bauten ein wenig an die 30er Jahre in Deutschland erinnert. Kein Wunder muss man 10-15.000 Dollar pro Semester bezahlen, um hier studieren zu dürfen.
Alkohol gab es dort nicht zu kaufen, ausser in der Alumni-Bar, die für Studenten nicht zugänglich war, aber für uns Gäste natürlich^^.
Frag mich, was die wohl gedacht haben, wenn sie uns jeden Abend bis nachts um zwei vor unserem Gästhehaus haben sitzen sehen, den ganzen Tisch voller Flaschen*g*.
Sariyer
Sariyer gehört eigentlich noch zu Istanbul, obwohl es mindestens eine halbe Stunde Autofahrt entfernt liegt. Ein nettes kleines Hafenstädtchen mit fliegenden Händlern, zahlreichen holzverkleideten Häusern und einer langen Hafenpromenade. In der Hauptgeschäftsstrasse war der gesamte Fussweg aufgerissen, ohne das es jemanden gestört hat, über die Baustelle zu laufen. Die war ohnehin eher dezentralisiert. Hier mal eine Schubkarre, da mal eine Handvoll Steine, ein Stück weiter ein Berg Kies, so dass es wohl kaum Sinn gehabt hätte, alles zu sperren*g*.
Hier stellten wir fest, dass die Türken äußerst freundlich sind. Als in einem Café die Bedienung kein Englisch sprach, war sie nach fünf Minuten mit jemandem da, der das konnte. So saßen wir schon bald, bei Tee und Wasserpfeife rauchend am Tisch. Als dann halb elf der Muezzin zum Gebet rief, war das weniger störend, sondern passte wunderbar zur gesamten Atmosphäre.
Am Schwarzen Meer
Einen Nachmittag schafften wir es sogar an den Strand zu fahren und uns in die Fluten des Schwarzen Meeres zu stürzen. Leider fehlte die salzige Seeluft, die einem doch erst so richtig das Gefühl gibt, am Meer zu sein und die Tankerflotte am Horizont schmälerte zwar etwas die Idylle, aber das Wasser selbst war sehr angenehm. Pünktlich zum Sonnenuntergang, der ein einige hundert Meter weiter aufgelaufenes Schiff ganz in Rot tauchte, kamen dann auch die Mücken heraus, so dass wir die Flucht ergriffen und uns in dem Örtchen ein Lokal zum Fisch essen suchten. Der Wirt, holte gleich seien Sohn, der uns als Übersetzer dienen konnte und so gab es eine leckere gemischte Grillfischplatte für alle. Die Salatvorspeise und die Melonen danach wurden uns vom Chef spendiert, "für gute Freunde" eben, und nachdem wir zum Schluss jeder noch ein Glas Raki bestellt hatten, sahen wir den Sohnemann schnell die Strasse hocheilen, um kurz darauf mit einer Flasche davon zurückzukehren. Wie gesagt, die Freundlichkeit die man hier erfährt, ist einfach unglaublich.